Phasen der Veränderung

Fünf Phasen sind bei einer Veränderung zu durchleben. Mit jeder Phase schwankt das Zutrauen in die eigenen Einflussmöglichkeiten. Damit schwankt auch die Motivation und letztlich die Produktivität. Change Management kann diese Phasen nicht ändern, aber mit passgenauen Maßnahmen so unterstützen, dass Mitarbeiter und Führungskräfte eingebunden und gut durch die Veränderung begleitet werden.

1. Vorahnung und Sorge – Gerüchte kursieren und verunsichern. Ziel der Change Management Maßnahmen ist hier unter anderem, über Fakten zu informieren oder Termine zu nennen, an denen Informationen feststehen.

2. Schock und Verneinung – Die Veränderung wird bekannt gemacht, Mitarbeiter wollen wie Realität nicht wahrhaben. Emotionen werden in dieser Phase deutlich, wie zum Beispiel Wut und Ärger. In dieser Phase prallen Sachargumente eher ab. Zeit zum Durchdenken und Durchfühlen ist nötig. Wir können hier zum Beispiel Führungskräfte sensibilisieren und trainieren.

3. Rationale Einsicht und Ausprobieren – Sachliche Argumente werden (wieder) aufgenommen und inhaltliche Beiträge und Mitarbeit sind möglich. Hier kann Change Management ansetzen zum Beispiel mit der Mitarbeit der Mitarbeiter an der Prozess­gestaltung.

4. Emotionale Einsicht und Akzeptanz – Mitarbeiter können mit der Vergangenheit abschließen und sich aussöhnen.

5. Integration – Hier wird neue Kraft frei und die gemeinsame Zukunft gestaltet. Auch wenn Change- oder Prozessberater zu dieser Zeit nicht mehr im Projekt sein sollten, Maßnahmen für diese Phase können schon vorher mit den Führungs­kräften erarbeitet werden. Ziel ist hier, den gemeinsamen Prozess zu würdigen und das Ausrichten auf die Zukunft.